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Der Hexenhammer oder Hexenbulle wurde 1484 von Papst Innozenz VIII erlassen und sicherte somit Dominikaner Sprenger und Insitoris Kramer
die alleinige Zuständigkeit für die Hexenverfolgung. Hierin war genau aufgeschrieben wie eine “Hexe” zu erkennen und zu verurteilen war. Hier ein kleiner Auszug.
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- Des
Hexenhammers erster Teil
enthält dreierlei, was zur Hexentat gehört, nämlich den Dämon, den Hexer und die
göttliche Zulassung.
Ob es Zauberei gebe, erste Frage.
Ob die Behauptung, es gebe Hexen, so gut katholisch sei, dass die hartnäckige Verteidigung des Gegenteils durchaus für ketzerisch
gelten müsse?
- 1. F e r n e r: Es wird der Beweis geführt, dass es nicht gut katholisch sei, etwas derartiges zu behaupten. Episc. 26,5: "Wer da glaubt, dass es möglich sei, dass ein Wesen in einen besseren oder
schlechteren Zustand verwandelt oder in eine andere Gestalt oder in ein anderes Bildnis ungestaltet werde, außer vom Allschöpfer allein, der steht unter den Heiden und Ungläubigen." Wenn aber erzählt wird,
dass derlei von Hexen gemacht werde, so ist das nicht gut katholisch, sondern ketzerisch.
- 2. F e r n e r:
Es gibt keine zauberische Handlung auf Erden. Beweis: Gäbe es derartiges, dann geschähe es durch die Macht der Dämonen. Aber zu behaupten, dass Dämonen körperliche Umwandlungen bewirken oder verhindern könnten, erscheint als nicht gut katholisch, weil sie ja sonst die ganze Welt zerstören könnten.
- 3. F e r n e r: Jede Änderung des Körpers, Krankheit und Gesundheit, wird auf eine örtliche Bewegung zurückgeführt, was ersichtlich aus P h y s. 5. Dazu gehört die Bewegung des Himmels vor
allem: aber die Dämonen können diese nicht verändern, D ionys.epist. ad Po1ycarp.; weil dies Gott allein zusteht; daher ist es klar, dass sie keine Veränderung, wenigstens keine wahre, an den Körpern bewirken
können, und dass notwendigerweise derartige Verwandlungen auf irgend welche geheimen Ursachen zurückgeführt werden müssen.
- 4. F e r n e r: Wie das Werk Gottes stärker ist als das des Teufels, so auch seine Macht. Aber wenn es Zauberei in der Welt gäbe, so wäre ja das Werk des Teufels gegen die Macht Gottes. Wie es also
töricht ist, zu meinen, die abergläubisch angenommene Macht des Teufels meistere das Werk Gottes, ebenso ist es unerlaubt, zu glauben, daß die Geschöpfe und Werke Gottes durch die Werke des Teufels verändert
werden können, an Menschen wie an Tieren.
- 5. F e r n e r:
Was körperlicher Kraft unterworfen ist, hat nicht die Kraft, auf körperliche Wesen einzuwirken. Die Dämonen aber sind den Kräften der Sterne unterworfen, was daraus ersichtlich ist, daß gewisse Beschwörer bei der Anrufung der Dämonen bestimmte Konstellationen beobachten. Daher haben sie keine Gewalt, irgendwie auf körperliche Wesen einzuwirken, und ebenso wenig und noch viel weniger die Hexen.
- 6.F e r n e r:
handeln die Dämonen nur durch künstliche Mittel: aber diese können nicht wahre Gestalt verleihen; (daher heißt es c. demineris: "Die Meister der Alchemie mögen wissen, dass Gestalten nicht verwandelt werden können"), daher können auch die Dämonen, welche mit künstlichen Mitteln arbeiten, wahre Eigenschaften der Gesundheit oder Krankheit nicht schaffen, sondern wenn diese wirklich eintreten, so haben sie irgend eine andere, verborgene Ursache, ohne Einwirkung der Dämonen und Hexen.
Dagegen aber: D e c r e t. XXXIII, 9, 1: "Wenn durch Zauber- und Hexenkünste bisweilen mit heimlicher Zulassung von Gottes gerechtem Urteile und unter Beihilfe des Satans etc." Es handelt sich
da um die Verhinderung der ehelichen Pflichten durch Hexen, wozu dreierlei nötig sei, eine Hexe, der Teufel und die Zulassung Gottes.
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